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Regierung erleichtert den Zugang zum Beruf des Kraftfahrers

Aktualisiert: 6. Juni




Die Ampel-Regierung hat bedeutende Maßnahmen beschlossen, um den Zugang zum Beruf des Kraftfahrers zu erleichtern und den Fachkräftemangel im Transportsektor zu bekämpfen. Diese Initiativen zielen darauf ab, sowohl deutsche Staatsbürger als auch ausländische Fachkräfte, insbesondere ukrainische Berufskraftfahrer, zu unterstützen.


#### Erleichterung des Zugangs zum Beruf des Kraftfahrers


Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) gab bekannt, dass das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Änderung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes verabschiedet hat. Ziel dieses Entwurfs ist es, den Zugang zum Beruf des Kraftfahrers zu vereinfachen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Wir wollen den Fachkräftemangel bekämpfen und den Einstieg in den Beruf des Kraftfahrers erleichtern“, erklärte Wissing.


#### Modernisierung und Attraktivierung durch Digitalisierung


Ein wichtiger Bestandteil der neuen Pläne ist die Modernisierung der Berufskraftfahrer-Weiterbildung durch den Einsatz digitaler Technologien. Der digitale Unterricht soll die Weiterbildung flexibler und attraktiver gestalten, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden und das Berufsbild des Kraftfahrers aufzuwerten.


#### Vereinfachte Anerkennung von Qualifikationen und Führerscheinen ukrainischer Kraftfahrer


Ein zentraler Aspekt der neuen Maßnahmen ist die erleichterte Anerkennung von Qualifikationen und Führerscheinen ukrainischer Berufskraftfahrer. Die novellierte Berufskraftfahrerqualifikationsverordnung soll die Hürden für die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland senken. Zukünftig können Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation in mehreren Fremdsprachen abgelegt werden. Ukrainische Berufskraftfahrer können ihre Qualifikationen durch ergänzende Schulungen und Prüfungen anerkennen lassen.


#### Erleichterte Anerkennung ukrainischer Fahrberechtigungen


Das Bundeskabinett hat auch die nationale Ukraine-Ausnahme-Verordnung verabschiedet. Diese Verordnung ermöglicht es ukrainischen Berufskraftfahrern, ihre Qualifikationen in Deutschland nach einer ergänzenden Schulung und Prüfung anerkennen zu lassen. Darüber hinaus plant die Regierung, die Ukraine in die Staatenliste der Anlage 11 Fahrerlaubnis-Verordnung aufzunehmen, was den prüfungsfreien Umtausch ukrainischer Führerscheine in deutsche Führerscheine ermöglichen würde.


#### Erweiterung des Sprachenkatalogs für die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung


Um den Zugang weiter zu erleichtern, wird die Prüfung zur Erlangung der beschleunigten Grundqualifikation für Berufskraftfahrer künftig in acht Fremdsprachen – Englisch, Hocharabisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch – angeboten. Zusätzlich wird der Sprachenkatalog für die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung um die Sprachen Ukrainisch und Kurmandschi erweitert.


Diese umfassenden Maßnahmen zeigen das Engagement der Regierung, den Fachkräftemangel im Transportsektor nachhaltig zu bekämpfen und den Beruf des Kraftfahrers attraktiver und zugänglicher zu gestalten. Insbesondere die erleichterten Verfahren für ausländische Fachkräfte, vor allem aus der Ukraine, stellen einen wichtigen Schritt dar, um den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden und die Mobilität in Deutschland zu gewährleisten.

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