Das Entlastungspaket der Bundesregierung
- Siegfried Allert

- vor 1 Tag
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Aktualisiert: vor 24 Stunden

Punkt 1: Die Entlastungsprämie
Die Bundesregierung plant für 2026 eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro, die Arbeitgeber an Beschäftigte auszahlen können
Es ist kein automatischer Anspruch für alle Beschäftigten genannt, sondern eine Möglichkeit für Arbeitgeber.
Die Zahlung soll freiwillig sein und im Jahr 2026 möglich werden.
Mehrere Quellen schreiben, dass die Regelung noch nicht gesetzlich verankert sei, beziehungsweise erst noch formal kommen müsse. (im Gespräch ist der 01.05.2026)
Wenn man dann in den Medien erzählt bekommt, welche großen Unternehmen (u.a. eine sehr große Drogeriekette) diese 1.000 EURO auszahlen werden, muss man direkt aber auch an die kleinen Unternehmen denken; 3-8 Fahrzeuge im Paketdienst, 3 7,5 Tonner im Verteilerverkehr, etc.. Sind diese Unternehmer auch so einfach in der Lage diese 1.000 EURO auszuschütten? In vielen Firmen wird das aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Kage nicht machbar sein. Und dann entsteht ein Gefühl der Ungerechtigkeit, evtl. des Neides, es kommen beim betroffenen Arbeitnehmer vielleicht Abwanderungsgedanken auf, usw..
Ob dieser Vorschlag der Bundesregierung wirklich gut zu Ende gedacht ist? Man darf Zweifel äußern. Die Arbeitgeber sollen also das Volk beruhigen. Na denn.
Trotzdem kann man den Unternehmern nur empfehlen, sich gut zu überlegen, ob der Vorschlag der Regierung vielleicht doch genutzt werden kann um die Mitarbeiter im finanziellen Bereich zu entlasten, Ihnen auch durch die Zahlung der Entlastungsprämie eine gewisse Wertschätzung entgegenzubringen. Nur leider wird das nicht allen Unternehmern möglich sein. Und das ist dann das eigentliche Übel.
Wir sind gespannt, wie sich das Thema der Entlastungsprämie in den nächsten Tagen entwickeln wird.
Wie reagiert AVB ?
AVB hat sich dazu entschlossen, die Entlastungsprämie ratierlich in 100 EURO Schritten Monat für Monat an die Mitarbeiter auszuschütten; wir gehen davon aus, das diese Variante der Zahlung machbar sein wird. Allerdings werden wir aber auch sehr genau beobachten, ob und wie sich die gesamte Lage verändert. Sollte wieder der Normalzustand eintreten, erwarten kann man ihn wahrscheinlich bis mindestens Jahresende nicht, werden wir die Zahlung der Entlastungsprämie natürlich wieder einstellen.
Punkt 2: Günstigere Spritpreise (Senkung der Mineralölsteuer um etwa 17 Cent pro Liter)
Im Rahmen eines Energie-Sofortprogramms wird die Mineralölsteuer für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter gesenkt. Dadurch sollen Verbraucher und Unternehmen beim Tanken insgesamt um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet werden.
AVB stellt für zum Beispiel Transportunternehmen schon eine "kleine" (eine sehr kleine?) Entlastung fest; aber ob das ausreicht?
Aber was bringt die Senkung der Spritpreise um 17 Cent pro Liter wirklich?
Wir rechnen mal ein wenig für den privaten Bereich:
Frage: Wie viele Kilometer fährt eine Familie durchschnittlich in Deutschland im Monat mit dem Auto?
Eine Familie fährt im Schnitt etwa 800–1.300 km pro Monat mit dem Auto in Deutschland. (statistischer Wert)
Durchschnittlich fährt ein Auto in Deutschland ca. 12.000–15.000 km pro Jahr
Das entspricht etwa 1.000–1.250 km pro Monat
Was heißt das für Familien?
Familien liegen oft leicht über dem Durchschnitt, weil:
mehrere Personen (Arbeit, Schule, Freizeit) fahren
mehr Wege kombiniert werden
Deshalb realistisch:
kleinere/urbane Haushalte: ~800–1.000 km/Monat
typische Familie (mit Kindern): ~1.000–1.300 km/Monat
Pendler-Haushalte/Land: auch deutlich mehr (1.500+ km)
Als nächstes schauen wir uns den Kraftstoffdurchschnittsverbrauch von Pkw in Deutschland an:
Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch von Pkw in Deutschland liegt ungefähr bei:
6,5 bis 7,5 Liter pro 100 km (gesamt über alle Fahrzeuge) (statistischer Wert)
Etwas genauer aufgeschlüsselt:
Benziner: ca. 7,0–8,0 l/100 km
Diesel: ca. 5,5–6,5 l/100 km
Hybrid: ca. 4,5–6,0 l/100 km
Einordnung
Der reale Verbrauch im Alltag liegt meist über den offiziellen Herstellerangaben
Stadtverkehr erhöht den Verbrauch, Autobahn (konstant) senkt ihn oft
Fahrstil, Beladung und Fahrzeuggröße spielen eine große Rolle
Faustwert für Berechnungen:
Für Durchschnittsrechnungen in Deutschland wird oft mit ca. 7 l/100 km gerechnet.
Gehen wir also einfach mal von im Monat gefahrenen 1.500 Kilometern aus, bedeutet das ganz simpel gerechnet:
Durch die Verringerung des Kraftstoffpreise um 17 Cent pro Liter wird eine monatliche Einsparniss / Entlastung der Haushaltskasse von sage und schreibe
17,85 €
erzielt.
Hier darf man doch jetzt wirklich laut applaudieren und das große Engagement der Bundesregierung hochleben lassen; oder man schüttelt einfach nur mit dem Kopf.

Im Moment fällt uns nichts mehr ein; aber demnächst sicher wieder.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.




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