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Welche Neuigkeiten gibt es im Juli 2026 im Bereich des Straßengüterverkehrs?



1. Neue EU-Regeln für Transporter ab 2,5 Tonnen (wichtigste Änderung)


Die bedeutendste Neuerung trat zum 1. Juli 2026 in Kraft:


  • Die EU-Sozialvorschriften gelten nun auch für grenzüberschreitend eingesetzte Nutzfahrzeuge über 2,5 t bis 3,5 t zulässiger Gesamtmasse.

  • Betroffene Fahrzeuge benötigen einen intelligenten Fahrtenschreiber der 2. Generation (Smart Tachograph 2).

  • Für Fahrer gelten nun auch:

    • Lenk- und Ruhezeiten,

    • Dokumentationspflichten,

    • teilweise Entsenderegeln bei Auslandseinsätzen.


Nicht betroffen sind grundsätzlich rein innerdeutsche Transporte, sofern keine grenzüberschreitenden Fahrten oder Kabotage durchgeführt werden.


2. Größere Auswirkungen auf Kurier-, Express- und Paketdienste


Von den neuen Vorschriften betroffen sind insbesondere Unternehmen mit:


  • Mercedes Sprinter

  • VW Crafter

  • MAN TGE

  • Ford Transit

  • Iveco Daily


Sobald diese Fahrzeuge gewerblich internationale Transporte durchführen, müssen sie die neuen Vorschriften erfüllen. Viele kleinere Speditionen und KEP-Dienste mussten deshalb ihre Flotten nachrüsten und Fahrer schulen.


3. Neue Fahrzeugtechnik für schwere Lkw


Ab 7. Juli 2026 gelten weitere EU-Sicherheitsvorschriften:


  • verpflichtende moderne Notbremsassistenten (AEB) für neue Lkw,

  • Ereignisdatenschreiber ("Black Box") bei neu zugelassenen schweren Nutzfahrzeugen.


Damit verfolgt die EU das Ziel, schwere Unfälle weiter zu reduzieren.


4. Anpassungen in den Niederlanden


Zum 1. Juli wurde außerdem das niederländische Mautsystem umgestellt:


  • Einführung einer kilometerabhängigen Lkw-Maut,

  • gleichzeitige Abschaffung der Eurovignette für die Niederlande.


Für internationale Transporte durch die Benelux-Staaten bedeutet dies Änderungen bei der Kostenkalkulation und Abrechnung.


5. Konsequenzen für deutsche Speditionen


Für Unternehmen in Deutschland ergeben sich insbesondere folgende Handlungsfelder:

  • Prüfung, ob Fahrzeuge zwischen 2,5 und 3,5 t international eingesetzt werden.

  • Nachrüstung mit Smart Tachograph 2, sofern erforderlich.

  • Anpassung der Tourenplanung an Lenk- und Ruhezeiten.

  • Schulung von Fahrern und Disponenten.

  • Überprüfung der Einhaltung der EU-Sozialvorschriften bei grenzüberschreitenden Einsätzen.


Kurzfazit


Der Juli 2026 markiert einen der größten regulatorischen Einschnitte im europäischen Straßengüterverkehr seit Einführung des Mobilitätspakets. Besonders Unternehmen mit leichten Nutzfahrzeugen im internationalen Verkehr müssen ihre Prozesse anpassen. Die neuen Vorschriften sollen Wettbewerbsbedingungen harmonisieren, die Verkehrssicherheit erhöhen und die Einhaltung von Arbeitszeitregelungen verbessern.


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