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Zwischenbericht Insolvenzzahlen im Bereich der gewerblichen Personenbeförderung mit Taxen, Mietwagen und Omnibussen in 2026


Für das Jahr 2026 gibt es bislang keine offizielle Sonderstatistik nur für Taxi-, Mietwagen- und Omnibusunternehmen. Die verfügbaren Daten zeigen jedoch sehr deutlich, dass die gesamte Verkehrs- und Personenbeförderungsbranche weiterhin unter starkem Druck steht.


Gesamtentwicklung 2026


Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Unternehmensinsolvenzen im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4,9 %.

Besonders auffällig: Der Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei“, zu dem auch große Teile des Personenverkehrs zählen, gehört weiterhin zu den Branchen mit der höchsten Insolvenzhäufigkeit in Deutschland. Dort wurden 8,6 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen registriert – deutlich über dem Durchschnitt aller Branchen.

Bereits 2025 wurden deutschlandweit 24.064 Unternehmensinsolvenzen gezählt – der höchste Stand seit vielen Jahren.


Situation bei Taxi- und Mietwagenunternehmen


Gerade Taxi- und Mietwagenbetriebe stehen 2026 unter erheblichem wirtschaftlichem Druck:


  • steigende Personalkosten durch höhere Löhne

  • hohe Fahrzeug- und Finanzierungskosten

  • zunehmender Wettbewerb durch Plattformanbieter wie Uber

  • sinkende Margen bei Krankenfahrten und Beförderungsaufträgen

  • Fachkräftemangel bei Fahrern


Viele Insolvenzen betreffen kleinere Unternehmen mit wenigen Fahrzeugen, die nur geringe finanzielle Reserven besitzen. Branchenbeobachter berichten, dass besonders Einzelunternehmer und kleine Flottenbetreiber gefährdet sind. Die offiziellen Insolvenzzahlen erfassen zudem nur tatsächliche Insolvenzverfahren – zahlreiche Betriebe geben vorher bereits freiwillig auf.


Situation im Omnibusverkehr


Der Omnibussektor entwickelt sich etwas differenzierter:


  • Linienverkehre profitieren teilweise von langfristigen öffentlichen Aufträgen.

  • Reisebusunternehmen leiden weiterhin unter hohen Energie-, Personal- und Finanzierungskosten.

  • Viele Unternehmen müssen ihre Flotten auf emissionsärmere Fahrzeuge umstellen, was zusätzlichen Investitionsdruck erzeugt.


Dadurch ist die Insolvenzgefahr bei kleinen und mittelgroßen Busunternehmen weiterhin erhöht, auch wenn große Verkehrsbetriebe meist stabiler aufgestellt sind.


Einordnung der Branche


Der Bereich „Verkehr und Lagerei“ gehört inzwischen regelmäßig zu den insolvenzanfälligsten Wirtschaftszweigen Deutschlands. Bereits 2025 lag die Ausfallquote dort bei nahezu jedem hundertsten Unternehmen.


Prognose für 2026


Für Taxi-, Mietwagen- und Omnibusunternehmen erwarten viele Marktbeobachter keine spürbare Entspannung im Jahr 2026. Gründe sind:


  • anhaltend schwache Konjunktur

  • hohe Lohnkosten

  • steigende Bürokratie- und Regulierungskosten

  • Investitionsdruck bei Fahrzeugen

  • zunehmende Digitalisierung und Plattformkonkurrenz


Während größere und professionell aufgestellte Unternehmen ihre Marktposition teilweise sogar ausbauen können, dürfte die Zahl kleiner Betriebe weiter sinken. Der Markt konsolidiert sich zunehmend.


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